Gloria Bruni

Gloria Bruni


Gloria Bruni

Musik in all ihren Spielarten ist für Gloria Bruni eine universale Sprache, die unmittelbar verstanden und mitempfunden werden kann. Für sie steht bei ihrem Schaffen immer der Mensch im Mittelpunkt. Seine Gefühle, sein Glauben, seine Hoffnungen. Bekannt wurde die Komponistin und Sängerin in den vergangenen Jahren unter anderem durch vier sehr unterschiedliche Formate, von denen jedes auf charakteristische Weise ihre Handschrift trägt und ihre stilistische Vielseitigkeit dokumentiert: das „Requiem a Roma“, das Musical „The Thorn Birds,“ die Oper für Kinder „Pinocchio“ und die „Sinfonie Nr. 1 - Ringparabel“. 
Religiöse Musik liegt der Musikerin seit jeher am Herzen. Die Uraufführung von „Requiem a Roma“ fand im November 2000 in der Heiligen Stadt statt. Einen Tag vor diesem Benefizkonzert für den Salesianer-Orden wurden Auszüge im Beisein von Papst Johannes Paul II. in der vatikanischen Audienzhalle Sala Nervi vor 6000 geladenen Gästen gespielt. Das Stück wurde später auch in Italien, Polen, Deutschland, Österreich und Israel aufgeführt. Ende 2013 wurde Brunis Arie „Angelo di Dio“, eine Meditation über Bachs „Air“ uraufgeführt und am 5. Juli 2014 in der Hauptkirche St. Katharinen das „Glockenlied“ mit den Original-Glockenklängen der fünf Hamburger Hauptkirchen. 
Das Musical „The Thorn Birds“ („Die Dornenvögel“) basiert auf dem Welt-Bestseller der erst kürzlich verstorbenen Australierin Colleen McCollough, die auch das Libretto schrieb. Es hatte 2009 in der Regie von Michael Bogdanov in Swansea Premiere. Im Sommer 2016 findet im Amateurtheater "Waldbühne Ahmsen" im Emsland die deutschsprachige Erstaufführung  der Freilichtfassung des Musicals „Die Dornenvögel“ statt.
Die Oper „Pinocchio“ – das Libretto stammt von der bekannten Kinderbuchautorin Ursel Scheffler („Kommissar Kugelblitz“) – erklang erstmals 2008 in der Hamburger Laeiszhalle und wurde unter anderem bei den Eutiner Festspielen zu einem Publikumserfolg. Im Februar 2013 wurde das Stück unter der Schirmherrschaft der weltweit tätigen Fondazione Nazionale Carlo Collodi am berühmten Teatro di San Carlo in Neapel aufgeführt und erst im vergangenen Jahr 2015 im Teatro Regio di Parma dargeboten.
Anlässlich der Präsentation des „Weltschals“ am Sonntag, 8. November, hat Gloria Bruni die eigens für den „Weltschal“ komponierte Hymne auf die Freiheit „Li(e)berta“ zur Aufführung gebracht sowie einen Ausschnitt aus der Ouvertüre und die Arie der Venus „La bellezza“ aus der Oper „Die Schöpfung“, an der sie zur Zeit gemeinsam mit dem Hamburger Designer Peter Schmidt arbeitet. Außerdem wurden auf dem Hamburger Rathausmarkt zwei Stücke aus ihrer Sinfonie Nr. 1 – Ringparabel zur Aufführung gebracht. Die Sinfonie wurde in der Hamburger Laeiszhalle im September 2013 uraufgeführt. Inspiration und Vorlage für diese Komposition war die berühmte Ringparabel aus Lessings „Nathan der Weise“, die im Geiste der Aufklärung den moralisch richtigen Umgang mit Wahrheit und Weisheit, mit Toleranz und Menschlichkeit thematisiert. Die Sinfonie Nr. 1 – Ringparabel kam unter anderem bereits in Istanbul und Minsk und bei den Hamburger Lessingtagen im Thalia-Theater zur Aufführung, eine CD-Aufnahme steht kurz vor der Veröffentlichung. Mit der Vertonung von Lessings Ringparabel schloss sich für Gloria Bruni ein weiterer Kreis. In dessen Mittelpunkt steht, wie sollte es anders sein, der Glaube an das Gute im Menschen und an die universelle Kraft der Musik. 
Gloria Bruni stammt aus Oscherleben/Bode im Harz. Ihr Vater war Physiker, 1963 zog die Familie aus beruflichen Gründen nach Hamburg. Musik entwickelte sich schon früh zum Mittelpunkt ihres Lebens. Die ersten Stücke schrieb sie bereits während der Schulzeit, einem Musiklehrer fiel das Gesangstalent des jungen Mädchens auf. Bruni studierte einerseits Zahnmedizin, andererseits Komposition bei Diether de la Motte und Gesang bei Naan Pöld in Hamburg, später in München und Mailand. Während des Studiums hat sie in Kirchenkonzerten Violine gespielt sowie Pop und Jazz in Clubs gesungen. Als Geigerin in der „Camerata Accademica“ und dem Orchester des Salzburger Mozarteums nahm sie an mehreren Tourneen teil und spielte unter anderem auch in der New Yorker Carnegie Hall und im Kennedy Center in Washington, D.C. Als Komponistin und Interpretin wurde sie mit dem 1. Bundespreis des Landesverbands der Tonkünstler und Musiker ausgezeichnet. Als Sängerin trat sie unter anderem beim Puccini-Festival Torre del Lago und an der Mailänder Scala auf, mit den London Mozart Players an der Dresdner Semperoper sowie im Leipziger Gewandhaus. Zu ihren Lieblingskomponisten zählen Claude Debussy, Jean Sibelius und Giacomo Puccini, ihre Lieblingssänger sind Maria Callas und Bryn Terfel. Gloria Bruni ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit ihrem Mann in Hamburg