Gloria Bruni

In ihrer kompositorischen Arbeit ist Gloria Bruni weder auf ein Format noch auf eine stilistische Richtung festgelegt. Mit jedem neuen Werk begibt sie sich auf eine Erkundungsreise zum Wesen der Musik, stets dem jeweiligen Anlass angemessen. Dabei lässt sie sich von Textvorlagen ebenso inspirieren wie von ihren eigenen Erfahrungen als Musikerin und Sängerin.

Sinfonie Nr. 1 „Ringparabel“

Sinfonie Nr. 1 „Ringparabel“

Im Mai 2013 wurde Gloria Brunis Sinfonie Nr. 1 „Ringparabel“ zum zehnjährigen Jubiläum der „Worshipful Lodge Erman“ im Lütfi Kardar Anadolu Auditorium in Istanbul aufgeführt. Damit erlebte das Stück der Hamburger Komponistin nur wenige Monate nach seiner umjubelten Uraufführung in der Hamburger Laeiszhalle seine internationale Premiere. Vorlage und Inspiration für das Werk war die berühmte Ringparabel aus Lessings „Nathan der Weise“. Lessings aufklärerische Haltung, mit der er in seinem Stück gerade auch die Bedeutung des Dialogs zwischen Christen und Muslimen thematisiert, fordert zum eindeutigen Umgang mit moralischen Vorstellungen auf. Toleranz und Menschlichkeit über Glaubensgrenzen hinweg standen im Mittelpunkt von Lessings Denken. Sie stehen auch im Mittelpunkt von Brunis erster Sinfonie. Am 9. Februar 2014 werden Teile der Sinfonie im Rahmen der Verleihung des Lessing-Preises im Thalia Theater Hamburg zur Aufführung kommen.

The Thorn Birds

The Thorn Birds

Das Musical „The Thorn Birds“ basiert auf dem Welt-Bestseller „Die Dornenvögel“ der Australierin Colleen McCollough, die auch das Libretto schrieb. Das Buch erschien 1977 und wurde zum Welterfolg. In den 1980ern diente es als Vorlage für eine TV-Serie mit Richard Chamberlain und Rachel Ward in den Hauptrollen. Nachdem Gloria Bruni drei Passagen ihrer Vertonung an die Buchautorin geschickt hatte, stimmte sie dem Projekt zu. „The Thorn Birds“ hatte 2009 in der Regie von Michael Bogdanov in Swansea Premiere. Die Wales Theatre Company tourte anschließend mit dieser opulenten Produktion durch Großbritannien. Weitere Informationen: www.thethornbirdsmusical.co.uk

Pinocchio

Pinocchio

Die Kinderoper „Pinocchio“ ist die Vertonung des weltbekannten Kinderbuchs von Carlo Collodi. Das Stück erklang erstmals 2008 in der Hamburger Laeiszhalle, es spielten die Hamburger Symphoniker, es sangen die Chorknaben Uetersen. Das Libretto stammt von der bekannten Kinderbuchautorin Ursel Scheffler („Kommissar Kugelblitz“), die Inszenierung stammte von Stephanie Grau. Mit der Vertonung des Kinderbuch-Klassikers, in der sechs Solisten, ein Knabenchor und ein Orchester mitwirken, möchte Bruni Kindern klassische Orchestermusik näherbringen und ihnen die Schwellenangst nehmen. 2010 feierte „Pinocchio“ Erfolge auf der Freilichtbühne der Eutiner Festspiele. Im Februar 2013 erklang die Musik unter der Schirmherrschaft der „Fondazione Nazionale Carlo Collodi“ auch in Italien, dem Ursprungsland von Pinocchio: Die sechs Vorstellungen, arrangiert von Lauro Ferrarini, fanden im Teatro di San Carlo in Neapel, einem der ältesten und berühmtesten Opernhäuser der Welt statt.

Requiem a Roma

Requiem a Roma

Die Uraufführung von „Requiem a Roma“ fand im November 2000 in der Heiligen Stadt statt. Es spielten die Hamburger Symphoniker, die Vokalpartie wurden von einem polnischen Knaben- und Männerchor gesungen. Einen Tag vor diesem Benefizkonzert für den Salesianer-Orden wurden Auszüge im Beisein von Papst Johannes Paul II, in der vatikanischen Audienzhalle Sala Nervi vor 6000 geladenen Gästen gespielt. Das Stück wurde später auch in Italien, Polen, Deutschland, Österreich und Israel aufgeführt. Ein Mitschnitt des Konzerts in Rom ist bei BMG / ARTE NOVA auf CD erschienen.

„Glockenlied“ wird beim Festival  „Hamburg spielt auf“ in der Hauptkirche Sankt Katharinen uraufgeführt

Im Rahmen des neuen Musikfests „Hamburg spielt auf“ wird am 5. Juli um 20 Uhr in der Hauptkirche St. Katharinenein ein neues Werk der Hamburger Komponistin Gloria Bruni uraufgeführt:  Für das „Glockenlied“ hat Bruni unter anderem Texte der Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) und Georg Christian Dieffenbach („Gute Nacht, Gute Nacht“) vertont. Außerdem hat Bruni die Originalklänge der Glocken der Hamburger Hauptkirchen St. Nikolai, St. Jacobi, St. Katharinen, St. Petri und St. Michaelis in ihre Komposition integriert. 
Die Bezugnahme auf Fallersleben passt geradezu ideal zum Aufführungsort am Jungfernstieg, denn dort wurde am 5. Oktober 1841 erstmals das von ihm gedichtete „Lied der Deutschen“ öffentlich gesungen. „Ich freue mich sehr darüber, dass mein Stück am Jungfernstieg aufgeführt wird. An diesem zentralen Hamburger Ort klingt die Stadt wie ein sich ständig wandelndes Instrument“, sagt Bruni. Aufgeführt wird das „Glockenlied“ auf einer Bühne am Anleger Jungfernstieg von Musikern der Hamburger Symphonikern (Leitung Wilhelm Keitel), es singt der Neue Knabenchor der Jugendmusikschule Hamburg (Leitung Jens Bauditz).
Im Anschluss an das etwa fünf Minuten dauernde Stück wird am gleichen Ort auch Brunis „Sinfonie Nr. 1 - Ringparabel“ erklingen, ein Stück, das sie anlässlich des 275. Geburtstags der ältesten deutschen Loge „Absalom zu den drei Nesseln“ schrieb und das im September 2012 in der Laeiszhalle von den Hamburger Symphonikern uraufgeführt wurde. Textgrundlage dafür war die berühmte Ringparabel aus Lessings Drama „Nathan der Weise“, die im Geiste der Aufklärung den moralisch richtigen Umgang mit Wahrheit und Weisheit, mit Toleranz und Menschlichkeit thematisiert. Nach der von Presse und Publikum gefeierten Uraufführung in Hamburg feierte die Sinfonie am 31. Mai 2013 ihre internationale Premiere in Istanbul und wurde auch anlässlich der  Verleihung des Lessing-Preises 2014 an den Kulturwissenschaftler Wolfgang Schivelbusch im Thalia Theater gespielt. Ausführende sind die Hamburger Symphoniker (Dirigent: Wilhelm Keitel), Deborah Humble (Mezzosopran), Ralf Grobe (Bass) sowie die Hamburger Alsterspatzen und der „One Voice Chor“ unter Leitung von Jürgen Luhn.
Schirmherr des Festivals, das vom 3.-6. Juli im Herzen Hamburgs stattfindet, ist Andy Grote, der Leiter des Bezirksamts Mitte. Veranstalter ist der Verein „Lebendiger Jungfernstieg e.V.“.

Angelo di Dio

Angelo di Dio

Seit jeher liegt der Komponistin kirchliche Musik am Herzen, schon während des Studiums hat sie in Kirchenkonzerten Violine gespielt. Im Rahmen einer Benefizveranstaltung der Stiftung „Phönikks“ wurde im Dezember 2013 Gloria Brunis Arie „Angelo di Dio“, eine Meditation über Bachs „Air“ uraufgeführt.




Vertonte Gebete

Geistliche Musik von Gloria Bruni steht im Mittelpunkt eines Kirchenkonzerts in Parma, in der berühmten Renaissancekirche Santa Maria della Steccata. Am 7. Mai fand dort die Uraufführung von „Salve Regina“ statt. Außerdem erklangen ihr „Angelo di Dio“ (eine Meditation über Bachs „Air“), drei Sätze aus Brunis „Requiem a Roma“, die italienische Erstaufführung von „Pater Noster“ sowie ein „Ave Maria“. Abgerundet wird das Programm durch eine Bearbeitung von Rachmaninows „Vocalise“ und Mozarts „Laudate Dominum“. 

„Salve Regina“, ein Teil des Stundengebets der katholischen Kirche, hat Bruni 2007 für Bethlehem komponiert, für einen Kinderchor, der die religiöse Vielfalt der Region widerspiegelt, denn in ihm singen Muslime, Christen und jüdische Kinder. Geeint werden sie auch dadurch, dass sie alle Arabisch sprechen. Deswegen ist der Text dieser Komposition auch in dieser Sprache verfasst.

Das Konzert ist eine Benefizveranstaltung für die „Associazione Italiana contro le leucemi-linfomie e mieloma“ (AIL) ? eine Initiative, die sich seit mehr als 40 Jahren der Bekämpfung der Leukämie verschrieben hat und mit vielen Krankenhäusern und Experten zusammenarbeitet. Die Organisation steht unter der Leitung von Professor Franco Mandelli, der unter anderem auch für erfolgreiche Behandlung von José Carreras verantwortlich zeichnet.

Katharinenchoral

Am 13. Juni 2013 fand im Rahmen der Veranstaltung „Katharina feiert“ in St. Katharinen die Uraufführung des Katharinenchorals von Gloria Bruni statt. Die Kinderkantorei sang den Choral an der gerade erst restaurierten Katharinen-Orgel. Komponiert wurde der Choral in Anlehnung an die Worte des Hamburger Dichters Hans Leip („Lili Marleen“).